Sonntag, 2. Februar 2014

Phnom Penh

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Kambodscha - ein Land voller Widersprüche, Kontraste und Gegensätze. Ein Land was sich langsam wieder erholt. Ein Land voller Optimismus und einer mächtigen alten Geschichte. Mit einem mächtigen Vermächtnis - Angkor Wat - dem Nationalstolz einer Nation. Und einer jüngsten Geschichte die ihresgleichen an Brutalität und Schrecken sucht. So vieles wurde noch nicht aufgearbeitet und die Spuren dieser Generation sind noch nicht verblasst. Die Führer der Roten Khmer zum teil noch am leben. In Gedenkstätten,  Museen und alten Gebäuden ist das Unbegreifliche greifbar. In dem Optimismus,  dem voranstreben der Wirtschaft in ein modernes Zeitalter, dem Willen der Menschen voranzukommen, Geld zu verdienen, ein besseres leben zu führen, zeigt sich die unglaubliche Kraft der Menschen nach einer Katastrophe wieder aufzustehen und weiter zu machen - mit gebündelten Kräften dem Fortschritt, der Zukunft entgegen. Kambodscha ist kein dritte Welt land mehr. Schulen gibt es überall und aus einer verschlafenen Hauptstadt wie Phnom Penh entwickelt sich langsam eine asiatische Metropole. Hochhäuser beginnen in den Himmel zu ragen, die Preise verdoppeln und verdreifachen sich - der Tourismus fluriert dank Angkor Wat. Kambodscha definiert sich nicht durch sein jüngstes grausames Trauma sondern seine großartige Geschichte.
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Phnom Penh ist also bisher die wohl kleinste asiatische Hauptstadt was die Höhe der Gebäude,  die Anzahl der Menschen und die Größe der Stadt betrifft. Zu Fuß lässt sich die Stadt mit ihren wichtigsten Attraktionen und etwas Geduld durchaus erlaufen. Die Sehenswürdigkeiten spiegeln auch einerseits die grausame Vergangenheit der Roten Khmer und ebenso den kulturellen Reichtum Kambodschas wieder. Am Ufer wo Mekong und Tonle Sap zusammenfließen kann man die schöne Promenade entlang schlendern. Auf der Rooftop Bar des FCC einen Cocktail während des Sonnenuntergangs genießen, die Leute beobachten sowie den prachtvollen Königspalast bestaunen.
Phnom Penh läd zum verweilen, zum entspannen, schlendern, zum leben aufsaugen und weiter ausatmen ein.
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Auf unserem Weg vom Hotel zum lebendigen und geschäftigen Hauptmarkt kommen wir jedesmal an einer Phantastischen Französischen Bäckerei vorbei die durch Ihr Design, die leckeren Backwaren, free Wifi und nicht zuletzt einer guten Klimaanlage besticht.
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Der Hauptmarkt ist unter einer riesigen Kuppel versteckt und bietet alles von Lebensmitteln über Kleidung, Technik, Schmuck, Schuhen und weiteren Souvenirs. Dann geht es weiter zur Uferpromenade wo wir neben dem Königspalast und dem Nationalmuseum auch den Wat Opanum finden und glücklicher weise gerade bei Sonnenuntergang da sind und das Phantastische Licht in diesem Belebten Tempel bestaunen können. Noch etwas weiter hinten findet man den Wat Phnom, eine weiße Pagode die auf einem kleinen Hügel über der Stadt thront von einer schönen Anlage umgeben vom Sonnenlicht beschienen, erstrahlt.
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Am Flussufer kann man manch seltsamen brauch beobachten. Neben Vögel freilassen was ich einen schönen Symbolischen brauch finde auch wenn er genau betrachtet sinnlos ist da der Vogel dafür ja erst "gefangen" genommen wird und dann für Geld wieder freigelassen - aber eine schöne Geste ist es dennoch. Ein anderer brauch dessen Sinn uns immer noch schleierhaft ist beinhaltet das immer wieder Männer in den Fluss stiegen, ca in die Mitte schwimmen und dann goldenen Plastik müll ausleeren und treiben lassen. Auch sonst werden Mülleimer einfach in dem Fluss gelehrt und den Menschen scheint nicht bewusst das der Müll sich nicht einfach so auflöst. In dieser Kloake schwimmen sie um den Müll in der Mitte loszulassen - kein Nachmachbedarf! Es gibt hier auch viele Seenormaden die in kleinen schmalen einfachen Holzfischerbooten am Ufer des Flusses wohnen. Hier trifft eben alles zusammen - es ist wie der Nabel einer ruhigeren, gemächlicheren Welt.  Viele finden an Phnom Penh nichts da es noch keine Großstadt ist und in keine bestimmte Kategorie passt - aber uns hat die Lebensader hier am Fluss gefallen.

Unser Hotel: Salita Hotel (sauber, nette Zimmer mit viel Licht, gutes Preis-Leistungsverhältnis für 19 Euro, Frühstücksbuffet gut!, etwas außerhalb aber wir sind immer gelaufen)

Unser Tipp: Strandpromenade, ganz rechts entlang der Strandpromenade hinter dem Platz vor dem Königspalast, direkt am Fluss das chice Restaurant der Tourismusinformation - super leckeres Essen, echt günstige Preise!!!
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Aufenthalt: 4 Tage

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