Siem Reap ist nicht besonders hübsch und die Hotel Preise überteuert dh schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis. Auch unser Hotel ist zwar billig aber etwas außerhalb und hat mit den Bewertungen (sehr positiv) wenig zu tun.
Unser Zimmer ist zwar groß aber durch die Gitterfenster und den Müll dahinter sowie etlichen Plakaten an der Wand das Waffen und Drogen etc verboten sind und einem abgelegten Bett und dem kaputten Kühlschrank und nicht gerade einladend.
Das Bad ist alt und das Wasser stinkt... das so freundlich gelobte Personal war unfreundlich bzw launisch und die Hygiene beim Frühstück wollte man lieber nicht sehen.
Im Zentrum um die Pubstreet gibt es etliche Nightmarkets wo man Shoppen kann und günstige aber gute Restaurants und billiges Bier. Hier habe ich mir einen neuen Schal und ein Top zugelegt. Von dem Schal bin ich nach wie vor begeistert :) Ab ca 23 h wird dann auf der Pubstreet im und auf der Straße vor der Bar "Angor What?" sowie dem Club gegenüber zu lauter Musik getrunken und getanzt. Hier findet sich alles von jung bis alt von normalo hippies drogisten etc. Eine bunte fröhlich Mischung.
Die Hauptattraktion aber weswegen man hierher kommt ist Angkor ca 5 km entfernt beginnt das riesige Gebiet des einstigen Angkor Reiches wo man die Überreste der größten religiösen Stätte, welche noch heute die Menschen erstaunen lässt wie in solch früher Zeit so mächtige und stabile Bauten enstehen konnten - durchstreifen kann. Man kann hier entweder mit dem Fahrrad oder einem Tuk-Tuk herumfahren (Laufen währe zu weit und zu anstrengend bei der Hitze und den Weitläufig verteilten Tempelanlagen). Wir wählen die billigere, schweißtreibendere aber auch unabhängigere Methode (wer Tuk-Tuk Fahrer kennt weis wieso) und leihen uns zwei Fahrräder um drei tage lang die Ruinen Angkors zu entdecken.
Mit dem Fahrrad bei ca 35 º C in der Mittagshitze ohne Schatten jeden tag 20-30 Kilometer zu fahren hat uns einen ungefähren Eindruck dieser mächtigen vergangenen Welt vermittelt. Nur so wird einem die Weitläufigkeit erst richtig bewusst.
Der Aufbau der Tempel ist prinzipiell immer gleich: es gibt einen (oder gab) Wassergraben ganz außen herum und dann ist der Aufbau von Mauern und Türmen immer so, dass der Tempel sich wie ein Berg erhebt.
Dennoch unterscheiden sie sich alle in der Art der Bauweise, der Höhe, der tiefe sowie den Verziehrungen der Wände und die mächtigsten sind durch Besonderheiten wie den Gesichtern im Bayon gekennzeichnet.
Alle Tempel hatten andere Aufgaben und stehen für verschiedene Geister und haben teilweise auch ihre Funktion geändert sowie Götter entfernt und neu hinzugefügt wurden oder verkörpern wichtige Stätten auf der Erde (wie zb ein heiliger Indischer Berg).
Das beeindruckende an Angkor ist einerseits, wie sichtbar wird, das Jahrhundertelange Arbeit und eine ganze Epoche (9-15. Jh) langsam durch die Natur wieder entmenschlicht bzw sich selbst überlassen der Natur gleich wird. Und doch bleibt etwas bestehen:
so war der größte und zentralste Tempel Angkor Wat immer in Benutzung und ist auch noch am besten erhalten. Hier zeigt sich wie die Ideen uralter Generationen noch heute Menschen inspirieren, zusammenbringen und die Geschichte weiter leben lassen.
Angkors Blütezeiten sind längst vorbei aber 1000e interessierte Touristen zieht es jährlich an diesen Ort um zu bewundern, wozu menschliche Willenskraft und Glaube führen können und um sich inspirieren zu lassen von dem können vergangener Zeiten.
So ist dieser Ort der Vergangenheit noch heute voller leben und kraft und zeigt uns welch Weltwunder im Einklang mit der Natur enstehen und langsam wieder entschwinden können (alle Tempel wurden aus Stein und ohne Mörtel oder ähnlichem gebaut, nur das Naturmaterial wurde verwendet als besonderst kostbar, da Stein ewig Haltbar ist - die einstigen vergoldeten Verziehrungen sind mit dem Laufe der Zeit nun wieder auf ihr Dasein als bearbeiteter Stein, reduziert).
Aber am besten sprechen wohl die Bilder davon wie verlassene Stätten dennoch belebt sind und wie die Natur die Tempel zurück erobert.
Fazit: Wir sind schwer beeindruckt von dem mächtigen Eindruck den Angkor bei uns hinterlassen hat und finden es erstmal schwierig uns für andere Tempel zu begeistern. Wer die möglichkeit hat hierher zu kommen sollte dies unbedingt tun und sich viel Zeit nehmen um die kleinen Details zu bemerken! (Min. 3 Tages Pass).
Unser Tipp:
- Mit dem Fahrrad die Dimensionen spüren
- sich Zeit lassen
- Abends da sein wenn die Touristen ströme verschwinden und man die Tempel im Licht der Untergehenden Sonne für sich allein hat
- für die Wichtigsten Tempel Angkor Wat und Angkor Thom Knielange Hose/Rock und T-Shirt anziehen damit man reingelassen wird (vor 5pm)
- in der Pubstreet einmal ordentlich Feiern und sich so ein Kontrastprogramm zu den Tempel besichtigungen einbauen
Unser Hotel: Greenpark Village (für 15 USD mit Frühstück, kostenlosen Abholservice vom Bus, free Shuttleservice in die Stadt (one way), kostenlosem Fahrrad Verleih in Ordnung - die oberen Zimmer sind vermutlich schöner! (den ersten Tag gab es keines und die anderen waren so schlecht das wir lieber für 1USD welche geliehen hab









































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