Mittwoch, 29. Januar 2014

Ho-Chi-Minh-Stadt (2)

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4.40 Uhr Ankunft in Ho-Chi-Minh-Stadt (ab jetzt Saigon genannt). Ausnahmsweise war die Busfahrt kürzer als angekündigt und so mussten wir die Zeit bis zum Check-in um 14.00 Uhr herumbringen. Es ist noch stockdunkel und wir gehen mit unserem Gepäck in den Park neben der Bushaltestelle ist wo auch das Hostel ist wo wir das erste mal waren...
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Aber was wir beobachten konnten an diesem frühen Morgen hat uns wach gehalten und klar gemacht das die Menschen hier einen ganz anderen Rhythmus haben. Zu dröhnender Musik aus großen Lautsprechern tanzte eine große Gruppe Frauen mit Vortänzerinnen irgend einen Fitness tanz. Überall standen junge aber vor allem ältere Menschen die sich Dehnten, Aufwärmten, Joggen oder Netze aufspannten und Federball Turniere begannen. Es war ein reges treiben. Aber wenn es eine Tageszeit gibt zu der hier Sport möglich ist dann morgens wenn es nur 20 Grad hat.
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So beobachteten wir das treiben bis um ca 7 Uhr unser angestrebtes und im LP angepriesenes Reisebüro öffnete um gleich unseren Bus nach Phnom Penh (Kambodscha) zu buchen da wir zum 29.1 ausreisen mussten weil da das Visum auslief. War das geschafft ließen wir unsere Rucksäcke dort und begannen die Stadt zu erkunden da sich die meisten Sehenswürdigkeiten in unserer nähe befanden.
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Nach ein paar Kaffee und Red Bull waren wir dann auch halbwegs wach uns so ging es los zum Opernhaus, dem Versammlungshaus des Volkskomitees und zum Wiedervereinigungspalast. Anschließend schauten wir uns das Kriegsreste Museum an und setzten uns mit Vietnams schrecklicher und Umkämpfter Vergangenheit auseinander.
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Kriegsreste Museum:
DSC01236 Das Museum war zwar sehr einseitig aber es machte dennoch die schrecken des Vietnamkrieges mit Nachgebauten Gefängnissen und echten Bilder des Krieges, der Zerstörung und der Folgen zb von Agent Orange präsent. Wirklich erschütternd so direkt zu sehen wozu Menschen imstande sind mit ihresgleichen Umzugehen. Und so schrecklich wenn man sich den Grund klar macht bzw das Soldaten nur im Auftrag der Politik solche schrecken verbreiten. Wer meint etwas "falsches" zu bekämpfen bzw zu vernichten indem er zu Menschen vernichtenden und verachtenden Mitteln greift kann nicht ernsthaft glauben damit etwas besseres schaffen zu können. Aus Gewalt und Schrecken wir nie etwas besseres enstehen - es wird diese Kräfte weiterleben lassen nicht vernichten.

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Anschließen schauten wir uns noch die Notre-Dame-Kathedrale und das alte Postamt an und machten uns dann auf unsere Rucksäcke zu holen und mit dem lokal Bus zu unserem Hotel zu fahren.
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Unser Zimmer war leider nicht so schön wie auf den Bildern im Internet und nachdem wir uns abtrocknen wollten und die Handtücher total verdreckt und voller Haare waren beschwerten wir uns und bekamen im Gebäude nebenan ein kleineres aber schönes Zimmer.  Als Entschuldigung wurden wir am nächsten Tag sogar in die frei gewordene Suite upgegradet und so genossen wir unseren Aufenthalt in diesem wirklich ruhigen und schönen hotel sehr. Das Personal war wirklich sehr bemüht und das Frühstück ausgiebig und toll für vietnamesische Verhältnisse.
Abends gingen wir noch super lecker essen im wrap & roll einer neuen kette die traditionelles Essen auch an die Jugend vermitteln möchte.
Fazit: beschweren lohnt sich immer den verlieren kann man nix oder?
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Am nächsten tag ging es also ausgeschlafen los in die Stadt zuerst durch den Markt und dann schlenderten wir einfach durch die schönen Straßen, tranken Kaffee,  beobachteten die Vorbereitungen für das Chinesische Neujahr - schon jetzt war die ganze Stadt dekoriert und voller Menschen - wir mussten leider vor diesem Spektakel ausreisen wegen unserem Visum. Außerdem schauten wir uns den netten bunten Mariamman Hindutempel an - eine oase der ruhe in mitten der Stadt.
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Abends suchten wir noch einen angepriesenen sneakees outlet - ein LP tipp - was der totale Reinfall war weil teuer und nur Laufschuhe von Adidas und Puma. Abends unterhielten wir uns dann mit zwei älteren Männern die aus Deutschland hierher gezogen waren.  Der eine von ihnen war Lehrer und hatte ein Restaurant der andere machte irgendwas in der Wirtschaft. Es war sehr interessant nochmal die Meinungen von "Insidern" über vietnam, die Bevölkerung,  die Politik bzw den Kommunismus sowie das Land und deren Qualitäten zu reden. Auf diese weise bekamen wir noch einen anderen Einblick in das land da sich beide doch sher gut auskannten nach 11 und 5 Jahren hier.
Danach wollten wir nochmal dort Essen wo wir Gestern waren aber wie es halt hier so ist - der Laden witterte keinen großen Ansturm mehr oder die Mitarbeiter hatten lust auf Feierabend - jedenfalls war schon zu und so mussten wir uns mit Fastfood alternative. Begnügen da der rest auch schon am schließlich war. Der Rhythmus hier ist eben einfach ein anderer.
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<- Leon am Geld verdienen ;)
Am nächsten Tag nahmen wir dann den Bus nach Phnom Penh wo wir ein letztes mal von den Vietnamesen abgezogen wurden wegen des Visums und kamen dann nach einer lagen Fahrt als umfunktionierter lokal Bus und einigen Einheimischen die es sich auf unserem Schoß bequem machen wollte  gut an und wurden auch von unserem Resort abgeholt.
Unser Hotel: Bizu Hotel kann ich vorallem wegen des tollen Preis-Leistungs-Verhältnisses empfehlen! Lage aiserhalb aber mit bus 102 kein Problem und absolut billig.
Unser Tipp: Kriegsrestemuseum am morge

Sonntag, 26. Januar 2014

Dalat

Blick vom Bungalow aus
Wie bei jeder neuen Ankunft weiß man nicht wo genau man ist und will nur schnell ins Hotel und da es dunkel und kalt ist nehmen wir ein Taxi und beziehen unser großes wunderschönes Bungalow - die Wände sind aus dünnen bemalten Fensterscheiben und so fühlt man sich fast wie draußen. Hört die Frösche und Hunde und spürt die kalte Bergluft - nur 12º C nachts ist im Gegensatz zu 25 kalt aber die Decke ist super warm und wir fühlen uns sehr wohl! Hier haben wir auch zum ersten mal traditionelle pho zum Frühstück gegessen (also eine Nudelsuppe mit Fleisch und Gemüse).
Ausblick Innenraum Blick aus dem Bungalow
In den drei Tagen die wir hier waren haben wir jeden Tag ein Moped von unserer Unterkunft aus gemietet und so unabhängig und leicht die Stadt und das Umland kennengelernt. Dalat wird auch als Paris des Orients bezeichnet und so fühlten wir uns auch vom ersten Moment an wo der Bus in die Stadt hinunter fuhr und die Sonne gerade leuchtend Rot untergeht  - den Franzosen hat man hier viele schöne alte Villen und leckeres Baguette zu verdanken. In der Stadt und außen herum gibt es jede menge Seen und eine tolle Bergkulisse und eine ganz andere Vegetation - Palmen sind hier Pinien gewichen nach denen es im Wald duftet. Um Dalat findet man unzählige Gewächshäuser da Dalat für seine Blumenzucht bekannt ist. Der Hauptmarkt der sich in und um zwei große Gebäude zentriert ist ein echtes Spektakel. Hier gibt es nichts was es nicht gibt. In der Fleischerei Abteilung hacken Frauen wie wild auf ihren Metzgerei blöcken auf allen möglichen körperlichen von Schweinen herum - hier wird wirklich alles gegessen von den Ohren über das Gehirn bis zu den Beinen.  Ganze Hühner gibt es sowohl lebendig zu kaufen oder halb geheutet oder ganz mit Kopf etc schön zusammen gebunden.In Leons geliebter Fisch Abteilung tummeln sich in überfüllten Becken 100-e verschiedene Fischsorten sowie Krabben, Krebse, Frösche, Schlangen etc. Die Bedingungen sind nicht gerade appetitanregend und der Umgang ziemlich herzlos mit den armen Tieren die teilweise noch leben oder ersticken oder lebendig geschuppt und zurecht geschnitten werden. Mitleid haben nur wir. Auch das Gemüse und Obst Angebot ist überwältigend - alles so frisch und so vielfältig das man am liebsten gleich alles einkaufen und probieren möchte. Es gibt allerlei lecker reichende Gerichte zu kaufen oder Eis für ca 15 cent - es ist eben der Markt für die Einheimischen und total authentisch, beeindruckend und interessant das treiben hier mitzuerleben. Auch Gewürze, Reis, Nudeln, getrocknete Früchte,  Fisch, Fleisch oder Backwaren und Blumen. Eine bunte pracht von allem. Besonderst beliebt scheinen die Erdbeeren zu sein - wir interessieren uns aber mehr für das für uns neue...
Schweinefüße Früchte
Neben der Atmosphäre die die Stadt auch entlang des großen Sees der besonderst bei Sonnenuntergang eine tolle Stimmung verbreitet gibt es als Attraktion das sogenannten "Crazy House". Wir fanden es aber nur crazy das wir zum parken und anschauen eines hässlich gebauten Hotels Eintritt zahlen sollten und fuhren gleich weiter zu Dao Bais Sommerpalast.
Villa von außen Pfui aber von innen hui - Küche Interiour Deko
Sitzecke













Der letzte von Vietnams Königen. Von außen ist nur die Lage der Villa beeindrucken. Sie trohnt umgeben von einem Pinienwald und Gärten auf einem Hügel über der Stadt. Das Gebäude sieht verrazt, gelblich und ehrlich gesagt ziemlich hässlich aus - von außen! Von innen ergibt sich ein ganz neues Bild.

Hier kann man begeistert die Einrichtung bewundern die von einem französischen Architekten im Stile der 1920er Jahre gestaltet worden war. Aber seht selbts:
Blick in den Garten Leons Zimmer ;)
Die  Informationstafeln und der Einblick in eine andere Zeit fanden wir lohnend und toll da mir die Einrichtung sehr gefiel und Architektur und Innenarchitektur mich sowieso begeistern!
fun
Dalat ist auch für seine umliegenden Wasserfälle bekannt und so machten wir uns auf zum Datanla Wasserfall. Hier bot sich uns aber ein eher abschreckendes Bild. Natürlich mussten wir erstmal eintritt bezahlen - hier gehört irgendwie alles jemanden denn auch die sanddühnen in Mui Ne hatten eintritt gekostet... wir liefen also den Weg durch den Dschungel ähnlichen Wald hinab zum ersten Wasserfall und über uns rasten kreischende Reisegruppen voller Chinesen zu lauter Musik hinunter. Wir hatten uns das etwas idyllischer vorgestellt. Der erste Wasserfall war auch klein und wenig beeindruckend also gingen wir weiter und ließen die Reisegruppen und Rodelbahn hinter uns - zu Fuß wollten wohl nur wenige das Opfer kleiner Anstrengungen für den nächsten Wasserfall in kauf nehmen. Als wir oberhalb des großen Wasserfall sind stehen wir vor einem Aufzug und ein geschäftstüchtiger Mann verlangt Eintritt um zum eigentlichen Wasserfall zu gelangen. Moment mal dachten wir wozu zahle ich den am Eingang Eintritt wenn ich dann nochmal zahlen muss um zum eigentlichen zu kommen. Wir waren uns aber sicher von einem steilen weg gelesen zu haben und schauten danach Ausschau aber wo wir hin liefen folgte uns der Mann versperrte den Weg und erklärte es gäbe keinen walking way - bis Leon ein Seil entdeckte was den Weg sichert.
Datanla Wasserfall "Dschungel Pinien
Feuerchen
Schnell rannten wir dorthin und hangelten uns durch den Wald nach unten der Mann schrie "no no no" und Leon wütend "yes yes" und so kamen wir doch noch unten an. Leider konnten wir den schönen Wasserfall, die Ruhe und das klare Wasser nicht komplett genießen da oben der Mann fuchtelnd stand und hinunter sah. Als wir auf dem Rückweg noch mal vorbei kamen sagte er aber nichts mehr. Manchmal muss man sich wohl durchsetzten :)
An diesem Tag hatte es auch einen Waldbrand gegeben den wir sahen und der sich immer mehr ausbreitete. Der ganze Wald rauchte und glühte und es hat niemand interessiert und das Feuer wurde auch nicht gelöscht auch am nächsten Tag brannte es weiter vor sich hin. Für uns sehr seltsam mitanzusehen aber das war sicher nicht nur ein Müllverbrennungsfeuerchen und der Boden voller Pinien recht trocken...
Pagoda PagodaWünsche ganz aus Blumen - ein wahnsinns Duft
Am nächsten Tag fuhren wir zum Truc Lam einer Pagode die belebt ist und oberhalb von einem riesigen wunderschönen See in dem Bergen liegt und umringt von einer schönen Anlage zum herumschlendern einlädt.
Buddism Flower Garden der Weg zum See
Die Mönche arbeiten und beten hier und die Besucher dürfen sich ohne Eintritt frei bewegen - toll!
Danach versuchten wir den See mit dem Moped zu umrunden und bekamen viele grandiose Blicke auf den See und die Berge dahinter während der Himmel durch die Abendsonne sich langsam verfärbte bis die Sonne leuchtend rot hinter den Bergen verschwand. Das Licht war wunderschön und die Stimmung fast mystisch. Am Ende der Straße gingen wir einen Pfad hinunter zum See und plötzlich stand da ein Elefant vor uns der friedlich aß. Einfach faszinierend diesen mächtigen friedlichen Tieren zu zu sehen. Wir kamen uns vor wie in einer Traum Filmkulisse. Und als die Sonne untergegangen war machten wir uns auf den Heimweg. Glücklich. Und froh statt der Seilbahn mit dem Moped zur Pagode gekommen zu sein sonst hätten wir all das nicht erlebt.


Mit dem Sleeping Bus ging es dann am dritten Abend bzw Nacht nach Ho-Chi-Minh-Stadt zurück - so konnten wir eine Übernachtung sparen aber leider war das mit dem sleeping nichts.
Paradise  anderer Blickwinkel süßer Elephant typischer Pinienwald rund um den SeeSonnenuntergang Unser Bungalow: Osaka Village Dalat (ganz neu, großes Bungalow, alles hübsch eingerichtet, leider wurden wir am Ende beklaut - die Anlage ist nicht gut abgesichert und wir hatten keinen Save also Wertsachen mitnehmen!)
Unsere Tipp: 
  •  Truc Lam und See mit dem Moped am Nachmittag/Abend und den Sonnenuntergang abwarten
  • Hauptmarkt Morgens/Mittags
  • Dao Bais Sommerpalast für alle Einrichtungsbegeisterten
  • Crazy House auslassen sowie die bekannten Wasserfälle