
Wie bei jeder neuen Ankunft weiß man nicht wo genau man ist und will nur schnell ins Hotel und da es dunkel und kalt ist nehmen wir ein Taxi und beziehen unser großes wunderschönes Bungalow - die Wände sind aus dünnen bemalten Fensterscheiben und so fühlt man sich fast wie draußen. Hört die Frösche und Hunde und spürt die kalte Bergluft - nur 12º C nachts ist im Gegensatz zu 25 kalt aber die Decke ist super warm und wir fühlen uns sehr wohl! Hier haben wir auch zum ersten mal traditionelle pho zum Frühstück gegessen (also eine Nudelsuppe mit Fleisch und Gemüse).
In den drei Tagen die wir hier waren haben wir jeden Tag ein Moped von unserer Unterkunft aus gemietet und so unabhängig und leicht die Stadt und das Umland kennengelernt. Dalat wird auch als Paris des Orients bezeichnet und so fühlten wir uns auch vom ersten Moment an wo der Bus in die Stadt hinunter fuhr und die Sonne gerade leuchtend Rot untergeht - den Franzosen hat man hier viele schöne alte Villen und leckeres Baguette zu verdanken. In der Stadt und außen herum gibt es jede menge Seen und eine tolle Bergkulisse und eine ganz andere Vegetation - Palmen sind hier Pinien gewichen nach denen es im Wald duftet. Um Dalat findet man unzählige Gewächshäuser da Dalat für seine Blumenzucht bekannt ist. Der Hauptmarkt der sich in und um zwei große Gebäude zentriert ist ein echtes Spektakel. Hier gibt es nichts was es nicht gibt. In der Fleischerei Abteilung hacken Frauen wie wild auf ihren Metzgerei blöcken auf allen möglichen körperlichen von Schweinen herum - hier wird wirklich alles gegessen von den Ohren über das Gehirn bis zu den Beinen. Ganze Hühner gibt es sowohl lebendig zu kaufen oder halb geheutet oder ganz mit Kopf etc schön zusammen gebunden.In Leons geliebter Fisch Abteilung tummeln sich in überfüllten Becken 100-e verschiedene Fischsorten sowie Krabben, Krebse, Frösche, Schlangen etc. Die Bedingungen sind nicht gerade appetitanregend und der Umgang ziemlich herzlos mit den armen Tieren die teilweise noch leben oder ersticken oder lebendig geschuppt und zurecht geschnitten werden. Mitleid haben nur wir. Auch das Gemüse und Obst Angebot ist überwältigend - alles so frisch und so vielfältig das man am liebsten gleich alles einkaufen und probieren möchte. Es gibt allerlei lecker reichende Gerichte zu kaufen oder Eis für ca 15 cent - es ist eben der Markt für die Einheimischen und total authentisch, beeindruckend und interessant das treiben hier mitzuerleben. Auch Gewürze, Reis, Nudeln, getrocknete Früchte, Fisch, Fleisch oder Backwaren und Blumen. Eine bunte pracht von allem. Besonderst beliebt scheinen die Erdbeeren zu sein - wir interessieren uns aber mehr für das für uns neue...
Neben der Atmosphäre die die Stadt auch entlang des großen Sees der besonderst bei Sonnenuntergang eine tolle Stimmung verbreitet gibt es als Attraktion das sogenannten "Crazy House". Wir fanden es aber nur crazy das wir zum parken und anschauen eines hässlich gebauten Hotels Eintritt zahlen sollten und fuhren gleich weiter zu Dao Bais Sommerpalast.
Der letzte von Vietnams Königen. Von außen ist nur die Lage der Villa beeindrucken. Sie trohnt umgeben von einem Pinienwald und Gärten auf einem Hügel über der Stadt. Das Gebäude sieht verrazt, gelblich und ehrlich gesagt ziemlich hässlich aus - von außen! Von innen ergibt sich ein ganz neues Bild.
Hier kann man begeistert die Einrichtung bewundern die von einem französischen Architekten im Stile der 1920er Jahre gestaltet worden war. Aber seht selbts:
Hier kann man begeistert die Einrichtung bewundern die von einem französischen Architekten im Stile der 1920er Jahre gestaltet worden war. Aber seht selbts:

Die Informationstafeln und der Einblick in eine andere Zeit fanden wir lohnend und toll da mir die Einrichtung sehr gefiel und Architektur und Innenarchitektur mich sowieso begeistern!


Dalat ist auch für seine umliegenden Wasserfälle bekannt und so machten wir uns auf zum Datanla Wasserfall. Hier bot sich uns aber ein eher abschreckendes Bild. Natürlich mussten wir erstmal eintritt bezahlen - hier gehört irgendwie alles jemanden denn auch die sanddühnen in Mui Ne hatten eintritt gekostet... wir liefen also den Weg durch den Dschungel ähnlichen Wald hinab zum ersten Wasserfall und über uns rasten kreischende Reisegruppen voller Chinesen zu lauter Musik hinunter. Wir hatten uns das etwas idyllischer vorgestellt. Der erste Wasserfall war auch klein und wenig beeindruckend also gingen wir weiter und ließen die Reisegruppen und Rodelbahn hinter uns - zu Fuß wollten wohl nur wenige das Opfer kleiner Anstrengungen für den nächsten Wasserfall in kauf nehmen. Als wir oberhalb des großen Wasserfall sind stehen wir vor einem Aufzug und ein geschäftstüchtiger Mann verlangt Eintritt um zum eigentlichen Wasserfall zu gelangen. Moment mal dachten wir wozu zahle ich den am Eingang Eintritt wenn ich dann nochmal zahlen muss um zum eigentlichen zu kommen. Wir waren uns aber sicher von einem steilen weg gelesen zu haben und schauten danach Ausschau aber wo wir hin liefen folgte uns der Mann versperrte den Weg und erklärte es gäbe keinen walking way - bis Leon ein Seil entdeckte was den Weg sichert.
Schnell rannten wir dorthin und hangelten uns durch den Wald nach unten der Mann schrie "no no no" und Leon wütend "yes yes" und so kamen wir doch noch unten an. Leider konnten wir den schönen Wasserfall, die Ruhe und das klare Wasser nicht komplett genießen da oben der Mann fuchtelnd stand und hinunter sah. Als wir auf dem Rückweg noch mal vorbei kamen sagte er aber nichts mehr. Manchmal muss man sich wohl durchsetzten :)
An diesem Tag hatte es auch einen Waldbrand gegeben den wir sahen und der sich immer mehr ausbreitete. Der ganze Wald rauchte und glühte und es hat niemand interessiert und das Feuer wurde auch nicht gelöscht auch am nächsten Tag brannte es weiter vor sich hin. Für uns sehr seltsam mitanzusehen aber das war sicher nicht nur ein Müllverbrennungsfeuerchen und der Boden voller Pinien recht trocken...
Am nächsten Tag fuhren wir zum Truc Lam einer Pagode die belebt ist und oberhalb von einem riesigen wunderschönen See in dem Bergen liegt und umringt von einer schönen Anlage zum herumschlendern einlädt.
Die Mönche arbeiten und beten hier und die Besucher dürfen sich ohne Eintritt frei bewegen - toll!
Danach versuchten wir den See mit dem Moped zu umrunden und bekamen viele grandiose Blicke auf den See und die Berge dahinter während der Himmel durch die Abendsonne sich langsam verfärbte bis die Sonne leuchtend rot hinter den Bergen verschwand. Das Licht war wunderschön und die Stimmung fast mystisch. Am Ende der Straße gingen wir einen Pfad hinunter zum See und plötzlich stand da ein Elefant vor uns der friedlich aß. Einfach faszinierend diesen mächtigen friedlichen Tieren zu zu sehen. Wir kamen uns vor wie in einer Traum Filmkulisse. Und als die Sonne untergegangen war machten wir uns auf den Heimweg. Glücklich. Und froh statt der Seilbahn mit dem Moped zur Pagode gekommen zu sein sonst hätten wir all das nicht erlebt.
Mit dem Sleeping Bus ging es dann am dritten Abend bzw Nacht nach Ho-Chi-Minh-Stadt zurück - so konnten wir eine Übernachtung sparen aber leider war das mit dem sleeping nichts.

Unser Bungalow: Osaka Village Dalat (ganz neu, großes Bungalow, alles hübsch eingerichtet, leider wurden wir am Ende beklaut - die Anlage ist nicht gut abgesichert und wir hatten keinen Save also Wertsachen mitnehmen!)
Unsere Tipp:
- Truc Lam und See mit dem Moped am Nachmittag/Abend und den Sonnenuntergang abwarten
- Hauptmarkt Morgens/Mittags
- Dao Bais Sommerpalast für alle Einrichtungsbegeisterten
- Crazy House auslassen sowie die bekannten Wasserfälle






















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