Unsere letzte Station auf dieser Reise und ein Highlight worauf ich mich schon soo lange gefreut habe! 8 Tage hatten wir Zeit diese großartige, lebendige riesen Metropole zu erkunden.
Und die beste Art und Weise von einer Stadt möglichst vielseitige Eindrücke zu bekommen und nicht nur die Touri Orte abzuklappern ist natürlich - zu Fuß. Also legen wir Tag für Tag 20-30 km zurück und erkunden die Verschiedenen Bezirke von Manhatten und teilweise Brooklyn. Von Downtown Finance District über Chinatown, Soho, Little Italy, Midtwon, Flatiron District, Chelsea, Hell´s kitchen bis zur Upper East und West Side und natürlich dem Central Park. Auch den Brooklyn Park und die Brooklyn bridge. Auch Ellis Island und die Freiheitsstatue haben wir vom Wasser aus näher betrachtet.
Natürlich haben wir uns dabei die besten Sehenswürdigkeiten nicht entgehen lassen und haben so einen wunder baren Abend (Sonnenuntergang bis Nacht) auf dem Empire State Building verbracht (mit 100erten von anderen Leuten) und den Ausblick und die tolle Abendstimmung genossen. Von oben lässt sich so auch gut die bisherige Kenntnis der Stadt und Orientierung überprüfen. Zum Glück findet man sich aber in NY dank der Straßen einfach und schnell zurecht!
Unsere Erkundungstour fingen wir am 9/11 Memorial an was wirklich erschütternd ist. An den Stellen wo früher die Twin Tower gestanden hatten senken sich 2 riesige, quadratische, 2 stufige Wasserfälle in die Schwarze Tiefe hinab. Das Wasser rauscht in die dunkle Tiefe deren Endpunkt nicht Sichtbar ist und das ganze ist umringt mit all den Namen derjenigen die umgekommen waren. Das neue World trade center ist schon fast fertig gebaut und das 9/11 Museum hat gerade eröffnet. Die Eingangskontrolle (wie am Flughafen) lässt Spüren welche lang wirkende Zerstörung dieses Attentat bedeutet. Das Museum ist wirklich erschütternd und man könnte 2 Tage darin verbringen um alles zu lesen. Das ganze Museum führt Unterirdisch in die Tiefe, genau dort wo früher die Türme gestanden hatten und innerhalb der erhaltenen Grundriss-Steine befinden sich 2 Ausstellunsgräume - das eine den Ereignissen dieses Tages vor, während und nach der Katastrophe und der anderen dem Gedenken der Opfer, gewidmet. Minuten genau kann man hier mit Zitaten, Videos, übrig gebliebenen Zeichen der Zerstörung (Fassaden Teile, Kaputte Feuerwehrwagen...) sich ins Bewusstsein Rufen welche Folgen Hass, Krieg, Angst und Terror anrichten können. Es zeigt aber auch die unglaubliche Fähigkeit des Menschen nach dem Fall wieder auf zu stehen, gemeinsam die Zerstörung beseitigen, vorangehen und wiederaufbauen. Natürlich bleiben Narben aber es erinnert uns auch daran das in den Momenten wo wirkliche Not herrscht die Menschlichkeit alle alltäglichen Grenzen der Gesellschaft wie Wohlstand, Bildung oder Herkunft vollkommen unwichtig geworden sind und Zusammenhalt, Mut und Stärke zum Vorschein trifft. Ich könnte an der Stelle noch viel schreiben aber was ich sagen will - dieses Museum gibt einem viele Denkanstöße über die Probleme unserer Zeit).
Natürlich haben wir uns auch die Wall Street angeschaut und uns dem Shoppingtroubel in Soho hingegeben. Nach 6 Monaten mit immer den selben Kleidern konnten wir bei manchen Schnäppchen einfach nicht wiederstehen (in Outletzentren wie Century 21 oder TJ Max sowie vielen kleinen Läden mit Rabattaktionen). In Soho gibt es wirklich die tollsten kleinen Läden von exklusiver Mode bis zu günsitgen Preisen kann man hier wunderbar in nebengassen bummeln und hippe Kaffes und Stores in alten Straßenzügen entdecken. In Chinatown wird das angebot dann weniger exklusiv dafür gibt es aber die Üblichen Sachen wie gefälschte Handtaschen, Uhren, Geldbeutel und natürlich auch leckeres Essen. Little Italy besteht Hauptsächlich aus Italienischen Restaurants und ein paar Shops - sowie echtes Eis (ansonsten findet man in NY überall nur Eiswägen mit Softeis).
Auf dem High Line - ein neuer auf einer alten Bahntrasse eröffneter Weg durch Chelsea machen wir uns daran diesen Stadtteil zu erkunden. Der Weg ist gesäumt von kleinen Ständchen mit individuellen Essens kreationen und anderen Kleinigkeiten. Der Weg ist wirklich schön hergerichtet und man hat tolle Blicke auf die Stadt sowie dem Hudson River garantiert. Am Ende läufen wir noch etwas durch Chelsea - entdecken eine coole Ausstellung in einem alten Haus das über 4 Stockwerke geht und kostenlos ist bevor wir eher zufällig im Chelsea Market landen. Eine große Fabrikhalle in welcher lauter kleine Läden mit leckerem Essen oder Mode etc vertreten sind. Man findet die tollsten Sachen hier!!
Da wir einen tollen City Guide hatten wussten wir von den Eintrittsfreien oder günstigen Zeiten in den berühmtesten Museen die auch wirklich alle beeindruckend sind - Architektonisch sowie durch die Künstler. Es gibt eigentlich fast nichts was es nicht gibt und so stoßen wir auf bekanntes aus der Schule wie zb Louise Bourgeois, Max Ernst und andere große Künstler wie Picasso, Magritte, Warhol... so waren wir im MoMa, Museum of Contemporary Art, Guggenheim Museum, Metropolitan, 9/11.
Die anderen Sehenswürdigkeiten wie den Central Park, wo wir auch beim John Lennon Gedenkplatz waren, die Central Station und den Time Square.
Grundsätzlich hat mich NY mit seinen ewig langen Straßenzügen wo man durch die halbe Stadt schauen kann, den riesigen alten Hochhäusern neben modernen Komplexen, die vielen schönen Parks die für Erholung und Abwechslung sorgen und wo sich immer Musiker zb mit einem Klavier musizieren, durch das Wasser was nie weit ist, die Vielfalt an Stadtteilen und Menschen, das man bei dieser großen Stadt dennoch schnell sich Orientieren kann - begeistert.
Ganz besonders toll war das wir miterleben konnten, was man 4 mal im Jahr bewundern kann, dass die Sonne inmitten der Straßenzügen untergeht und die ewig langen Straßen entlang in ein orangenes Licht taucht.
Auch durften wir den 4.7 - den Independence Day mitfeiern. Dazu gingen wir Abends in den Brooklyn Park um von dort das Feuerwerk auf dem Wasser und der Brooklyn Bridge zu bewundern. Es war wahnsinnig viel los, die Stimmung war super aber dennoch hatten wir uns insgesamt ein größeres Event erhofft (vielleicht haben wir aber auch nur nicht den richtigen Spot gewusst).
Wir sind froh das wir 8 Tage Zeit hatten, denn erst wenn man die Zeit hat ein 2. mal an einen Ort wieder zu kommen oder einfach nur durch die Stadt zu bummeln hat man das Gefühl die Stadt auch etwas besser kennen gelernt zu haben.
Während unserer Zeit hier übernachteten wir in Brooklyn bei einem Airbnb host - teilweise hatten wir die ganze Wohnung für uns alleine und teilweise war die super nette Gastgeberin auch mit ihren tollen Tipps wo es die besten Donuts (mhhhh!) gibt etc. zur Stelle. Es war toll so die Stadt ein klein wenig mehr wie ein Insider erleben zu dürfen.
Weitere Highlights waren auch das WM Spiel Deutschland- Brasilien (1:7) was wir im Heidelbergers, einem deutschen Biergarten anschauten, sowie weiteren WM Spielen die wir natürlich mitverfolgten und leckeren Essen zu die uns Cody einlud, der Zeitweise auch mit uns und mit Elias in NY war.
Am Ende hieß es also nicht nur Abschied nehmen von einer der beeindruckensten Städte die ich jemals gesehen hatte sondern auch von einem Abschnitt der mit unserem letzten Flug zumindest vorerst zuende geht. Lange haben wir darauf hingearbeitet und uns vorbereitet, gearbeitet, gefreut und gebangt.
Ein letztes Mal wird unser beträchtlich gewachsener Berg an Sachen in Vakuum und andere Beutelchen verpackt damit alles irgendwie Platz findet und dann heißt Adieu Welt und Hallo Zuhause. Die Vorfreude die noch vor 3-4 Woche da war ist mit der Erkenntnis das Zuhause = Ende des Reisens, Entdeckens, "frei seins" einhergeht und damit deutlich getrübt durch die Erkenntnis das Heimkehr bedeutet der Traum von einer Weltreise ist damit vorbei und die schwere Frage "Was soll ich Studieren?" liegt vor mir.
DANKE WELT DU BIST GROßARTIG IN DEINER VIELFALT; DEINEN MENSCHEN; DEM WAS DIESE GESCHAFFEN HABEN; DEINER NATUR UND DEINER FREIHEIT DIE DU UNS REISENDEN GIBST UND ZEIGST!
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