Für zwei Tage ging es von Bangkok aus mit ein bisschen Handgepäck (den Rest ließen wir im Hotel) zum Erawan Nationalpark um den für sein schönes Wasser bekannten 7 stufigen Wasserfall anzuschauen und dort zu baden. Übernachten wollten wir im Nationalpark in einem Bungalow um gleich morgens vor Ort zu sein bevor die Besuchermassen eintreffen und um genug Zeit zu haben.
Mit dem Minivan ging es innerhalb 2 Stunden nach Kanchanaburi, der nächst gelegenen Stadt. Der nächste lokale Bus von dort ging dann aber leider erst um 7:40 Uhr und braucht ca 2 Stunden so das wir ein Problem hatte. Der Nationalpark schließt nämlich wie wir erfahren um 4.30 pm und wir können nur dort bezahlen oder wir müssen es per Überweisung bei einer lokalen Bank machen (wie wir reinkommen sollen wenn er zu hat wissen wir immer noch nicht). Also gehen wir zu der Bank die zum Glück gerade noch offen hat, überweisen den Betrag und hoffen das wir auch noch bis zu unserer Unterkunft vordringen und nicht umsonst gezahlt haben (uns ist etwas unwohl dabei vorher zu bezahlen - mann weiß hier nie so genau was klappt und was nicht).
Nach einer 2 stündigen Busfahrt wo wir die wunderschöne Natur und die untergehende Sonne bewundern konnten kommen wir am Nationalpark an, zahlen den Eintritt (200 THB p. P.) und es ist noch jemand wach der uns zum Bungalow fährt - glück gehabt.

Unser Bungalow liegt in einer schönen gepflegten Anlage inmitten des Waldes und am Fluss. Leider hatten wir in der ersten Nacht ein echtes Problem mit Kleinviechern (hauptsächlich Mücken - keine Stechmücken) die es sich alle zu hauf auf unserer grünen Bettwäsche gemütlich machten, die sowieso schon seltsame Flecken hatte... auch große aggressive Mücken rasten wie bekloppt durch den Raum die wir dann versuchten einzufangen... so war es kaum möglich zu versuchen es sich bequem zu machen da wir immer wieder auf Mücken jagd gehen mussten (mückenspray half nichts und unser Moskitonetz hatten wir dummerweise im Hotel gelassen). Irgendwann fiel uns auf das unter der Balkontüre und der Eingangstüre ein breiter Spalt offen war und die Tiere durch das licht angelockt herein gekommen sind. Also Vorhänge zu, die ritzen verstopft, möglichst wenig Licht - so war es in unsere zweiten Nacht doch deutlich besser!
Morgens früh ging es dann raus in die herrliche Natur, Frühstücken (die preise waren echt ok hier) und los zu den Wasserfällen.
Am ersten Tag liefen wir an Stufe 1-3 vorbei und begannen bei nr 4 um den Besucher strömen voraus zu sein. Das Wasser ist wirklich paradisisch türkis und kühl und klar. Die kleinen Fische machen eine gratis Fuß Massage was sich irgendwie merkwürdig und lustig anfühlt.
An Stufe vier gab es zwei große Steine auf die man Klettern und ins Wasser rutschen konnte was echt Spaß gemacht hat und so ging es aufwärts wobei wir uns immer wieder im Wasser erfrischen konnte. Besonderst schön ist es auch vor der Stufe 7 wo man seine Ruhe hat und im seichten Wasser liegen kann oder auf den Wasserfallstufen Herumklettern kann... ganz oben ist der größte Wasserfall der irgendwo aus den hohen Felsen, die das kleine Wasserbecken einrahmt, entspringt. Leider erfreut sich dieser Platz besondere Beliebtheit, sodass Müll rumliegt, es von Fliegen und Touristen wimmelt... ein schöner Platz aber zu voll finden wir.
Da es eigentlich eh verboten ist essen mit nach oben zu nehmen und ein Flaschenpfand gezahlt werden soll (man kommt auch so durch die Kontrolle) sollte es hier eigentlich sauber sein aber selbst das scheint zuviel verlangt - seinen Müll wieder mit nach unten zu nehmen.
Da es eigentlich eh verboten ist essen mit nach oben zu nehmen und ein Flaschenpfand gezahlt werden soll (man kommt auch so durch die Kontrolle) sollte es hier eigentlich sauber sein aber selbst das scheint zuviel verlangt - seinen Müll wieder mit nach unten zu nehmen.
Abends sind wir dann die einzigen die noch hier sind (der letzte Bus geht um 16 uhr und irgendwann verschwinden dann auch noch die letzten Thailänder. Ganz unten setzten wir uns auf einen Stein und lesen und spielen maumau (ich verliere immer). Es wird sogar so ruhig dass sich eine riesige Echse raus traut und nach Essens Resten sucht. Ich hätte echt nicht gedacht so ein Tier hier zu sehen - mind 1 meter lang und 15-20 zentimeter hoch war das gelb gepunktete Geschöpf.
Nachdem wir essen waren geht es recht bald ins Bett und morgens wieder früh raus.
Heute springen wir bei stufe drei das erste mal ins kühle Wasser bevor wir nochmal die rutsche testen und im Wasser in der Sonne liegen.
Heute springen wir bei stufe drei das erste mal ins kühle Wasser bevor wir nochmal die rutsche testen und im Wasser in der Sonne liegen.

Eines ist uns aufgefallen. Es heißt immer man solle die Thailändische Kultur achten und nicht in Bikini/Badehose sondern Kleidern baden, so wie sie es tun, aber die allgemeinen Regeln im Nationalpark werden hauptsächlich von Thais verletzt. So soll mann kein abgepacktes Essen mitbringen und ab Stufe zwei darf sowieso gar kein essen weiter hoch genommen werden und man soll den Müll natürlich entsorgen, keine Tiere (Affen oder Fische) füttern und nicht laut sein um die Tiere nicht aufzuschrecken. Stattdessen wird tüten weiße in Plastik verpacktes Essen nach oben geschleppt, Müll liegen gelassen, laut rum geschrien und Affen gefüttert. Wir fragen uns was schlimmer ist im Bikini baden oder den Nationalpark zu verschmutzen und die Tiere zu stören? Ein Umweltbewusstsein ist hier einfach nicht vorhanden. Es gibt quasi keine Vesper boxen - alles wird jedes mal in Plastik Behälter (einzeln) getan was dann in eine Plastik tüte kommt und so wird aus drei Mahlzeiten für eine große Familie ein echter Berg Müll (naja eigentlich wird immer gegessen was ja auch schön ist - essen ist hier ein Gesellschaftliches zusammenkommen - aber das mit dem wiederverwenden wird hier schwer gelernt da man echt tierisch aufpassen muss, das nicht gleich jeder Einkauf in der Plastik Tüte mitsamt Plastik Besteck und Röhrchen in Plastik eingepackt etc landet.
Wie auch immer wir haben hier zwei wirklich wunderschöne Tage und können es wirklich jedem empfehlen hierher zu kommen - es sieht wirklich so aus wie auf den Fotos (nicht Monsunzeit). Wer hier übernachtet hat zwei Tage zahlt aber nur einmal Eintritt und ist als erster und letzter da. Obwohl es hier zurzeit (heißeste zeit des Jahres -April bis Mai) 46 º C hat ist es im Wald schattig und am kalten Fluss kühl - nur die Busfahrt nach Kanchanaburi im nicht klimatisierten Bus ist echt heiß!
Unser Tipp: früh da sein (8am) oder hier übernachten! Wer übernachten will am besten von mo- do da gibts 30% auf die Übernachtung also für ein zweier Bungalow mit AC statt 800 / 560 THB. Wir empfehlen Nummer 201 - 203. Mückenspray einpacken und los gehts.
Wie man hierher kommt: von Bangkok aus fahren Minivans (zb ab Victory Monument) nach Kanchanaburi für 130 THB p. P. und von dort der lokale Bus für 50 THB weiter - letzte Verbindung 17.40 Uhr obwohl der park ja offiziell um 16.30 Uhr schließt. Gesamtzeit ohne warten etwa 4 Stunden. Mann kann auch den Zug ab Hua Lumpong für 100 THB nehmen der fährt aber nur 2x täglich braucht alleine schon 3-4 stunden (planmäßig! !!) und man muss dann noch zum Busbahnhof kommen - aber dafür ist man auf dem historischen "death railway" gefahren (die Japaner erzwangen den Bau Richtung Myanmar in so kurzer Zeit das etliche dabei ums leben kamen).

















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