
Völlig entspannt landen wir eine knappe Stunde nach Abflug in Chiang Mai und machen uns auf zum Hotel. Und wir sind total begeistert was einem hier für nur 850 THB geboten wird. Das Hotel hat gerade mal einen Monat geöffnet und alles ist noch ganz neu. Das Design gefällt uns sofort - hier hält sich das Konzept an "form follows funktion" und alles ist clean chic und modern eingerichtet.
Der Aufenthaltes Bereich offen, hell, freundlich und läd zum entspannen, lesen, quatschen und dabei Kaffee/Tee trinken und Kekse knabbern ein. Der Besitzer oder Mitbegründer ist gebürtiger Holländer der in München studiert hat und dann an allen möglichen Orten der Welt unterwegs war und dieses Hotel mit einem thailändische Statiker und dessen Bruder, der Architekt ist, in einem Jahr realisiert hat. Die Manager sind wirklich aufmerksam und zuvorkommend so wird uns zb. ein Rabatt angeboten da die Putzhilfe in unserem Zimmer nicht täglich die Fußmatte, Handtücher etc ausgetauscht hatte (Verwechslung mit sonder Regelung von 1 month stay) und am Abreisetag müssen wir bis zum Nachtbus warten und bekommen vor Abreise ein Zimmer zum Duschen angeboten und werden am Ende noch vom thailändischen Besitzer zum Bus gebracht - hut ab! :)
Unser Hotel ist etwas außerhalb aber wie wir am ersten Abend auf der suche nach etwas zu essen herausfinden ensteht ganz in der nähe gerade ein wirklich cooles und stylisches Künstlerviertel. Lauter kleine architektonische Meisterwerke bilden eine Art Park wo Musik gespielt wird, es sowohl Straße Stände mit essen, coole Klamotten als auch Souvenirs etc gibt als auch kleine Lädchen in den Häusern. Von Handbemalten Shirts über selbst bedruckte Taschen oder selbstgemachten Eiscreationen gibt es nette Notizbücher, Armbänder, second hand Kleider... alternativ aber auf eine wirklich stylische art - we love! Auch die Leute hier sind jung, modern und offen. Auch ein neues hochmodernes Einkaufs Zentrum gibt es hier (Maya). Es ist toll zu sehen wie die Besitzer stolz ihr neues Restaurant mit eigenen Rezepten eröffnen, sich über ein Kompliment für das leckere eis oder einfach Interesse an ihren eigenen Produkten freuen (auch wenn man nichts kauft). Am ende erstehen wir hier eine bedruckte Stofftasche und ein Notizbuch - neben allerlei Essen.
Am nächsten Tag erkunden wir zu Fuß die Altstadt (eigentlich wollten wir ein Moped mieten aber haben nichts passendes gefunden) mit ihren vielen Tempeln, der Historischen Mauer und mit seinen ebenso reizenden Kaffees und Restaurants. Man merkt der Stadt ihr kulturelles und künstlerisches Interesse an. Viele Junge Menschen, viele, die Stadt positiv gestaltende Projekte, kostenlose Architektur Ausstellungen... am besten gefallen uns unter den vielen neueren und künstlich wirkenden Tempeln (wenn man davor in Angkor war ist der Kontrast von bemalten Beton Wänden schon krass) solche aus Holz, denen man ihr Alter und damit auch einen gewissen Spirituellen Geist anmerkt sowie solche aus Stein, am besten. Diese Naturverbundenen Materialien lassen mehr Freiraum für große Gedanken, für das streben nach Einfachheit, dem loslösen von physischen Besitz.
Unser nächstes Ziel war der berühmte Tempel mit seinem vergoldeten Chedi auf dem Doi Suthep hoch über Chiang Mai.
Dafür mieten wir uns dann doch ein Moped und machen uns auf zum Doi Suthep wo wir sowohl einen Wasserfall anschauen als auch viele grandiose Ausblicke über Chiang Mai und die Ebene zu sehen bekommen, bevor es die steilen Stufen hinauf zum Tempel geht. Von hier hat man eine echt tolle Sicht und die Tempel Anlage ist sehr prunkvoll und belebt. Man merkt das er eine besondere Bedeutung für die Thais hat. Nachdem wir die Atmosphäre aufgezogen haben machen wir uns auf, weiter zu fahren und den Doi Suthep National Park zu erkunden sowie ein Hill tribe zu besuchen.
Die grüne Landschaft ist herrlich und je weiter es nach oben geht auch angenehm kühl. So schlängelt sich die Straße auf die andere Seite des Berges wo man von einem Aussichtspunkt einen grandiosen Blick auf die hier beginnenden Bergketten hat. Die verschwimmenden Blautöne haben so etwas magisches und unendliches wie die Bergketten immer weiter in der ferne verblassen. Der Hill tribe liegt ganz am Ende einer immer abenteuerlicheren Straße auf der wir fast alleine durch die wundervolle Landschaft fahren und die Luft, den Duft und die Ausblicke in uns aufsaugen.

Der Hill tribe hinterlässt bei uns ein gespaltenes Bild den einerseits liegt er abgelegen an einem Hügel mit einfachen kleinen Hütten, Kaffee wird hier in Handarbeit getrocknet und geröstet sowie die traditionellen Gewänder. Eine alte Webern ist gerade am Werk, ein etwas verrückter Mann läuft uns ein seltsames Instrument spielend und unverständliches rufend hinterher. Hühner, Katzen und Hunde laufen überall frei herum und Kinder spielen auf dem Boden. Aber hinter den verhängten Garagen aus Holz stehen Jeeps, ein Moped hat hier jeder und auf jeder Hütte drohnt eine Satteliten Schüssel. Die Zivilisation hat hier längst einzug gehalten. Das abgeschiedene Leben der Bergvölker gibt es so nicht mehr. Mit der Mobilität, dem Ausbau von Straße werden sie an die Welt angeschlossen.
Auf unserem Rückweg bestaunen wir den herrlichen Sonnenuntergang hinter den Bergen bevor es weiter Richtung Chiang Mai geht. Auf dem Weg dorthin wird es aber schon dunkel und so sehen wir wie der Vollmond hinter der Stadt glutrot aufgeht.
Auf unserem Rückweg bestaunen wir den herrlichen Sonnenuntergang hinter den Bergen bevor es weiter Richtung Chiang Mai geht. Auf dem Weg dorthin wird es aber schon dunkel und so sehen wir wie der Vollmond hinter der Stadt glutrot aufgeht.
Am nächsten Tag machen wir uns auf den 100km langen samoeng loop. Auch mit dem Moped in 5 stunden kein Problem je nachdem wie oft man zum staunen anhalten möchte sollte man früh los gehen. Zuerst ging es durch die Ebene vorbei an Reisfeldern bis wir uns auf den weg ins Mae Sa Tal machen wohin es vorbei an Orchideen, Schmetterlings, Schlangen, Elefanten Farmen etc geht. Wer hier so etwas besichtigen will, wilde Tiere sehen will, sollte einen Stopp einplanen. Wir finden das Tierquälerei und wollen unser Geld lieber anders investieren als in Elefanten, die für uns gehalten, gequält und vorgeführt werden. Durch das teilweise sehr schmale Tal schlängelt sich ein kleiner Fluss und die Berge sind von herrlichem saftigen grün umgeben. Die Luft ist frisch, es duftet immer wieder nach Blumen und der Weg führt hinauf und in ein anderes Tal. Die Vegetation ändert sich und der Blick tut sich auf endlose Bergketten, die von grünen bis zu den herrlichsten Blautönen verschwimmen.
Diese Tour ist das totale Freiheitserlebniss und landschaftlich wirklich grandios und abwechslungsreich.
Den nächste Tag mieten wir ein Fahrrad und entspannen in einem Pool eines anderen Hotels. Entspannen und Sonne tanken bevor es auf zur Ticket Odysee für den morgigen Tag geht. Der Zug ist ausgebucht (ein schlechtes Transportmittel für spontane) und an der Bushaltestelle gibt es 100 verschiedene Schalter, Preise, Auskünfte, Bus varianten auf dem Parkplatz... letztendlich entscheiden wir uns für einen mittel teuren Nachtbus mit 3 sitzen für 650 THB. Eine gute Wahl. Es wird nur ein Film gespielt und wir bekommen 4-5 stunden Schlaf.
Unser Hotel: BED Hotel (850 THB eine echte Empfehlung wir sind total begeistert und haben uns suuper wohl gefühlt!)
Unser Tipp:
- Den Samoeng-loop
- Wat Phra That Doi Suthep (Tempel auf dem Berg mit Blick über Chiang Mai) mit dem Moped anfahren und danach der Straße folgen und die Landschaft und den großartigen Blick am Viewpoint genießen
(Hotel von Außen, unser Zimmerblick und das Zimmer in dem wir geduscht haben, Lobby - von oben)








































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